Logopädie für Alle

Kinder - Jugendliche - Erwachsene

Störungsbilder in der Logopädie

Kinder- und Jugendtherapie

Zählen zu den Artikulationsstörungen/Dyslalien, bei denen die Ursache primär in der unausgebildeten Steuerung, Koordination und/oder  schwachen Sprechmotorik liegt. D.h. in der Lippen-, Kiefer- und Lippenmuskulatur.

Klassisch werden hierzu das umgangssprachlich benannte Lispeln oder die klangferne Bildung des SCH gezählt. 

 

Aufgrund nicht vollständig entwickelter sensorischer und kognitiver Fähigkeiten ergeben sich Schwierigkeiten bei der Lautidentifizierung, -kategorisierung und damit der Lautanwendung. Laute können nur erschwert voneinander unterschieden werden.

Typisch sind Merkmale wie das Vertauschen, Ersetzen bzw. Auslassen von bestimmten lauten und/oder Lautverbindungen. Oftmals wurden auch ganze „Sprachsysteme“ noch nicht vollständig erschlossen.

Der therapeutische Ansatz unterscheidet sich deutlich von den phonetischen Störungen, obgleich beide Bereiche zu den Artikulationsstörungen zählen.

Schwierigkeiten bei der grammatikalisch korrekten Wort- und  Satzbildung.

„Ich da nicht hingehen!“

„Du mich Apfels pflückt?“

„Warum die Kuhs da nicht sind?“

…hier bedarf es einer gezielten Diagnostik zur Satzbau-Analyse und meistens recht viel Geduld von allen Seiten (-:

Geminderte Fähigkeit, auditive Reize zu deuten, zu assoziieren und zu unterscheiden. Hierunter fällt auch die häufig vorkommende phonologische Störung.

Da besonders in diesem Bereich die Ursachen für eine Mögliche Rückstellung von der Einschulung liegen, habe ich mich unter „Schulfit?“ diesem Thema ausführlicher gewidmet!  

Hierunter versteht man die Verzögerung der normalen Sprachentwicklung als Symptomenkomplex, d.h. bei mindestens drei der vier starken Säulen:

Artikulation, Wortschatz, Sprachverständnis und Grammatik.

Es liegt eine Abweichung der Sprachentwicklung von mindestens 0,5 Jahren im Vergleich zur Altersnorm vor. Anzeichen für diese komplexe Störung lassen sich häufig bereits durch in der frühen Sprachentwicklung erkennen.

Bei einer VERZÖGERUNG der Sprachentwicklung wird von der Annahme ausgegangen, dass der Rückstand in allen Bereichen bis zum Schuleintritt aufgeholt werden kann.

Dies ist meist der unterscheidende Punkt zur STÖRUNG der Sprachentwicklung. Da hier die Ursachen meist durch eine Grundstörung, wie organische Hördefizite, geminderte Kognition, genetische Komponenten oder psychischen Urspungs zugrunde liegen. Diese SES kann isoliert vorkommen, ist meist aber im Zusammenhang mit anderen Störungen der kindlichen Entwicklung zu sehen. Daher ist es unwahrscheinlich, dass die Entwicklung bis zur Einschulung aufgeholt werden kann.

Eine spezifische Gruppierung der SEV-Kinder sind die „Late Talker“. Therapie von Kindern mit einem späten Sprechbeginn ohne erkennbare Ursache. Esliegen also rein sprachliche Auffälligen vor bei altersgerechtem Entwicklungsstand.

Hauptmerkmale hierfür sind:

-mit 24 Monaten weniger als 50 aktiv verwendete Wörter im Wortschatz

-und/oder fehlende Wortkombinationen 

 

Mit diesem Störungsbilder werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene meist vom Kieferorthopäden bzw. Zahnarzt an einen Logopäden überweisen.

Grund hierfür sind Muskelfunktionsstörungen im Zungen-, Lippen-, Kieferbereich. Dies führt zu Zahn- und Kieferfehlstellungen mit/ohne fehlerhaftem Schluckmuster und/oder neagtiver Auswirkung auf die Artikulation. 

 

Die Logopädie setzt ein, wenn  beim Erwerb von mehr als einer Sprache auch Defizite in der Muttersprache vorliegen. 

Stimmstörungen aufgrund von funktioneller oder organischer Ursache. Bekannt bei Kindern sind hier die sogenannten Schreiknötchen, bei der durch gezielte Stimmhygiene, ein paar aufgestellter Spielregeln beim Sprechen/Rufen und ein paar Tricks für den Alltag schon Großes bewirkt werden kann.

Ist eine Redefluss-Störung durch Blockieren, Unterbrechen bzw. Wiederholen von Lauten, Silben bzw. Worten, sodass die interpersonelle Kommunikation beeinträchtigt ist. Die Begleitsymptomatik kann ebenso vielfältig sein, wie die individuell angewandten Sprech- und Atemtechniken. Therapieaufbau  vielfältig. Ein 

Eine Redeflussstörung mit sehr schnellem überstürztem Sprechablauf, impulsübersteigerter Artikulationsmotorik, die nicht synchron mit den langsameren Ausatem- und Sprechbewegungen verläuft. Es kommt zum „Verschlucken“ und „Überschlagen“ von einzelnen Wörtern bis hin zu ganzen Satzteilen.

Erwachsenentherapie mit/ohne neurologischer Grundlage, die mit einer Beeinträchtigung des Sprechens und/oder der Sprache in unterschiedlichen Schweregraden einhergeht

Stimmstörungen aufgrund von funktioneller oder organischer Ursache. 

Funktionell:

D.h. aufgrund einer geminderten Stimmhygiene, stimmschädigenden Angewohnheiten und fehlerhaftem Stimmgebrauch. Oftmals geht dieses Störungsbild mit einem erhöhten Atemsitz und ungenügender Atemstütze einher.

Organisch:

Eine Stimmstörung aufgrund einer vorliegenden organischen Ursache, wie Krebserkrankungen, Stimmlippenknötchen, -polypen, -ödemen etc. 

Mit diesem Implantat wird dem Patienten „künstliches Hören“ durch ein eingesetztes Computer-Innenohren ermöglicht. Lokalisation von Sprache/Geräuschen, Umgang mit Störgeräuschen, spezifisches Lautunterscheidungs – Training u.a., um am Leben Hörender wieder besser teilhaben zu können. Hier liegen sehr individuelle Bedürfnisse der Patienten vor, daher variieren die Schwerpunkte der Therapien deutlich.

Redefluss-Störung durch Blockieren, Unterbrechen bzw. Wiederholen von Lauten, Silben bzw. Worten, sodass die interpersonelle Kommunikation beeinträchtigt ist. Die Begleitsymptomatik ist vielfältig.

Wie lerne ich zu meinem Stottern zu stehen?

Was passiert mit mir während des Stotterns?

Wie kann ich es modifizieren und welche Techniken helfen mir, um flüssig(er) zu Kommunizieren? 

 

Schluckstörungen aufgrund von Erkrankungen der Speiseröhre (und der beteiligten Strukturen/Organe) bzw. der Nervenbahnen, die diesen Bereich versorgen. Oftmals liegen hier neurologische Grunderkrankungen zugrunde, die mit Wahrnehmungsstörungen und Muskelschwäche einhergehen.

Eine erworbene, zentrale Sprachstörung, die durch hirnorganische Schädigung entsteht. Klassisch hierfür ist der Schlaganfall.

Dabei können alle Komponenten des Sprachsystems in unterschiedlichem Ausmaß beeinträchtigt sein. Ziel ist es, beeinträchtigte Systeme im Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben wieder zu aktivieren, neue Bahnen zu knüpfen und Vertrauen in die Kommunikation schaffen.

Bei schwersten Störungsbildern, bei denen sich die eigene Sprachproduktion nicht wieder locken lässt, begleite ich Sie und Ihre Angehörigen gerne auf dem Weg zu Sprachalternativen.  Die sogenannten „Sprachcomputers“, helfen den Patienten in dieser hoch sensiblen Lebenssituation Bedürfnisse auszudrücken und wieder mit Ihrer Umwelt in Kontakt treten zu können. 

Störung des Sprechens und der Stimme infolge von Erkrankung und Schäden spezifischer Hirnnervenkerne. Da die Patienten wie „beschwipst“ klingen, ist der Leidensdruck durch die Abwehrreaktionen der Umwelt oftmals hoch. Hier ist, wie bei allen neurologischen Störungsbildern, die Stärkung der Psyche ein wesentlicher Part.

Beeinträchtigung der Fähigkeit, Sprechbewegungen in ihren räumlichen und zeitlichen sequentiellen Aspekten zu „programmieren“.

Was unbewusst einwandfrei funktioniert, lässt sich bewusst nicht abrufen. Daraus ergeben sich deutliche Schwierigkeiten beim Sprechen.

Begleitung bei Parkinson, Multipler Sklerose, Amyotrophische Lateralsklerose und anderen Störungen des sprachlichen Kortexes.

Hier ist die Symptomatik vielfältig und sehr individuell.

Sprache und Sprechen, Atmung und Schlucken, Muskelkraft, Steuerung und Koordination der Artikulationsorgane sowie Stimme und Kommunikationsverhalten können zu gleichermaßen betroffen und miteinander kombiniert sein.